Willkommen in meinem Kopf

Es sind nur noch wenige Stunden, bis ich den Sprung in ein neues Jahr wage. Noch vor wenigen Monaten dachte ich, den Jahreswechsel nicht mehr erleben zu dürfen. Nach einem längeren Psychatrieaufenthalt im Jahre 2016 und der damit verbundenen „Einweisung“ in eine Tagesklinik wollte ich schnell zurück ins Berufsleben – Wollte durchstarten – Zeigen, was ich kann, doch Realität und der eigene Anspruch liegen so oft viel zu weit auseinander. Meine Kündigung bekam ich im Februar 2017, da ich einfach noch nicht belastbar für meinen Beruf als Erzieher war. Weiterhin wurde ich Krank geschrieben. Meine Krankheit? Stimmt ich habe vergessen Dir zu erzählen, warum ich in eine Klinik musste – Entschuldige.

Nach meinem Zweijährigen täglichen Drogenkonsum und Überforderung meiner Selbst im Berufsleben, erlebte ich einen Psychotischen Zusammenbruch – Drogeninduzierte Psychose lautete der Offzielle Befund meiner Ärzte. Ich würde sagen, das ich einfach nur verrückt wurde und es eventuell auch ein Lebenlang bleiben werde. Macht mich das zu einem schlechteren Menschen? Oder eher zu etwas besonderen? Etwa 1% bis 2% der Gesamtbevölkerung erkrankt einmal im Leben daran, dann bin ich also doch nicht so besonders würde ich hier und heute behaupten.

In diesem Blog begebe ich mich auf eine Reise – Eine Reise in die Vergangenheit und doch nehme ich all meinen Mut zusammen und Blicke hin und wieder in die Zukunft.

Begleichte mich doch auf dieser Reise.

CARPE DIEM

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30 Kommentare zu „Willkommen in meinem Kopf

      1. Mein Herz gehört all jenen Menschen, die sich irgendwann einmal aufgemacht haben, in ein besseres Leben. Egal, ob Krankheit, Sucht oder desaströse Beziehungsmuster. So wie ich auch, einst.

        Komm‘ gut in das neue Jahr 🙂

        Gefällt 5 Personen

  1. Das klingt ja hochinteressant, einen Blick in einen Kopf werfen zu dürfen, der gerade eine Psychose durchlebt. Noch interessanter ist dann vielleicht, wie man da wieder herauskommt. Offenbar ist dir das gelungen, Respekt ! Ich folge auch gerne, herzliche Grüße und ein gutes 2018

    Gefällt 3 Personen

  2. Ich weiß ja nicht wie bei Dir die Prognose ist. Ich bin einmal erkrankt und es wurde davon ausgegangen dass dies das einzige mal bleibt. Beim ersten Mal war ich 19 und bin jetzt mit 42 erkrankt. Bei mir ging immer eine Depression voran. Also es waren äußere Bedingungen die zur Psychose geführt haben. Mit drogeninduzierten Psychosen kenne ich mich nicht so aus. Ich kann mir aber vorstellen dass wenn Du keine Drogen mehr nimmst die Psychose auch ganz weggeht. Ich mache ab März eine berufliche Reha beim BTZ hier an meinem Wohnort. Vielleicht würde Dir das auch bei der Stabilisierung helfen? Ich denke dass die Psychose bei mir nicht wieder kommt. Der Stress war auch zu groß. Ich wurde in einer Schulungsstätte wegen meiner anderen Erkrankung , ich habe ADS das ist wie ADHS nur ohne Hyperaktivität von Dozenten gemobbt. Alles ist sehr kompliziert. Ich wollte mich frei strampeln und dachte es geht beruflich bei mir endlich aufwärts doch bin ich um ein Jahr oder mehr zurückgeworfen. Ich kann Dir nur raten die Medikamente einzunehmen und Dich von Rauschmitteln fern zu halten. Ich trinke z. B. nur wenig Alkohol. Heute Abend einen Sekt und das wars dann auch. Ich wünsche Dir aber dass Du in ein besseres und glücklicheres Jahr hereinrutschst und Du auch eine Perspektive für Dich siehst. Vielleicht kann der Blog auch dazu dienen eine zu entwickeln. Viel Glück und lass den Kopf nicht hängen.

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  3. Hallo,
    ich habe den Eindruck, dass wir – wenn auch mit unterschiedlichen Diagnosen – mit unseren Blogs ein ähnliches Ziel verfolgen und auch noch fast zeitgleich damit angefangen haben.
    Ich würde dich gerne auf deiner Reise begleiten. Vielleicht möchtest du ja auch ab und zu in meinem Kopf vorbei schauen?!?
    Ich wünsche ein gutes neues Jahr und eine gute Reise 🙂

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  4. Kam zu dir auf Gegenbesuch und freue mich, dass da jemand den Mut hat, über Psychosen zu schreiben. In einer renommierten Klinik hörte ich mal „einmal Psychose, immer Psychose“. Aber dann gibt es auch wieder die Theorie, dass ein Drittel der Menschen, die einmal in ihrem Leben an einer Psychose erkrankt sind, wieder schnell vollkommen gesund wird; ein Drittel später und ein Drittel hat die Erkrankung bis zum Lebensende. Wobei auch bei Letzteren es irgendwann noch einmal zu einer Heilung kommen kann. Also das, um Hoffnung zu geben. Hab mich auf jeden Fall über dein „like“ gefreut und komme gerne wieder, um dich zu begleiten…
    Liebe Grüße von Michelle

    Gefällt 2 Personen

  5. Ich wünsche Dir alle Kraft und positive Energie, Die Du für „Deine Reise“ brauchst, ich weiß, das es schwer ist….aber es ist zu schaffen!!!…habe großen Respekt und Hut ab vor Dir, diese Reise zu gehen:-)) LG Corinna

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  6. Hallo,
    ich schließe mich auch gern dem Leserkreis an! Eine Freundin von mir litt ebenfalls unter einer Psychose. Wie das unter engen Freunden so ist, sprechen wir über alles Mögliche, auch die schwierigeren Themen. Bei dir ( und anderen Bloggern zum Thema) zu lesen, hilft mir, ihre damaligen Erfahrungen etwas nachvollziehen zu können.
    Heute geht es ihr übrigens gut, sie arbeitet wieder Vollzeit (was ihre Ärztin ihr erst wohl nicht zugetraut hat …) und ist in einer glücklichen Beziehung, falls das Mut macht.
    Lieben Gruß
    P.S.: Ich mag deinen Schreibstil!

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für Deine Lieben Worte. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach, dass „Wir“ einfach von unseren Mitmenschen in dieser Phase nicht verstanden werden und auch nicht können.Ich hoffe mit meinen Texten Betroffenen und vorallem Verwandten einen kleinen Einblick geben zu können. Bleib gesund🍀

      Gefällt 1 Person

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